Baustrom heißt heute nicht automatisch Dieselaggregat. Wer Anschlussleistung, Gleichzeitigkeit und Standzeit kennt, kann einen großen Teil der Verbraucher aus einem Speicher fahren — und nur für den Rest ein Aggregat vorhalten.
Drei Zahlen entscheiden, nicht das Bauchgefühl
Zählen Sie die Verbraucher, die gleichzeitig laufen — nicht alle, die auf dem Hof stehen. Die Gleichzeitigkeit ist der größte Fehler in der Auslegung: sie senkt die benötigte Leistung meist deutlich.
Lesen Sie die Anschlussleistung von jedem Typenschild ab und addieren Sie sie. Nicht die Watt-Angabe auf dem Prospekt, sondern das, was das Gerät tatsächlich zieht.
Rechnen Sie 20 bis 30 Prozent Reserve dazu. Motoren, Kompressoren und Schweißgeräte ziehen beim Anlaufen ein Vielfaches ihres Nennstroms.
Prüfen Sie, ob ein Verbraucher 400 V Drehstrom verlangt. Wenn ja, entscheidet das über die Konfiguration — nicht über die Größe des Aggregats.
Was der Speicher trägt — und was nicht
Beleuchtung, Handwerkzeug, Absaugung, Ladegeräte und Elektronik: der typische Grundstock einer Baustelle, den ein Speicher ohne Einschränkung übernimmt.
Schweißgeräte und Kompressoren: machbar, aber der Anlaufstrom muss gedeckt sein. Hier wird aus einer Einheit oft ein Verbund aus zwei.
Wasserhaltung über Tage, Heizung im Winter, Dauerbetrieb: der Fall, für den ein Aggregat weiterhin sinnvoll bleibt — oder eine Kombination aus beidem.
P-Serie: Parallelsysteme
Eine modulare Plattform. Wo die Last steigt, kommen weitere Einheiten dazu — zwei oder drei Einheiten einphasig, oder drei Einheiten für 400 V Drehstrom.
Konfiguration
Einheiten
Nennleistung
Nutzbare Kapazität
Gewicht
Ausgang
P25
1
2.500 W
2,7 kWh
29 kg
230 V / 16 A · einphasig
P25 + P25-D
2
5.000 W
5,4 kWh
≈60 kg
230 V · einphasig · Ausgang AC230V/20A
P25 + P25-D
3
7.500 W
8,1 kWh
≈90 kg
230 V · einphasig · Ausgang AC230V/30A
P25 + P25-T
3
7.500 W
8,1 kWh
≈90 kg
400 V · Drehstrom · Ausgang AC400V/10A
P25
Einheiten
1
Nennleistung
2.500 W
Nutzbare Kapazität
2,7 kWh
Gewicht
29 kg
Ausgang
230 V / 16 A · einphasig
P25 + P25-D
Einheiten
2
Nennleistung
5.000 W
Nutzbare Kapazität
5,4 kWh
Gewicht
≈60 kg
Ausgang
230 V · einphasig · Ausgang AC230V/20A
P25 + P25-D
Einheiten
3
Nennleistung
7.500 W
Nutzbare Kapazität
8,1 kWh
Gewicht
≈90 kg
Ausgang
230 V · einphasig · Ausgang AC230V/30A
P25 + P25-T
Einheiten
3
Nennleistung
7.500 W
Nutzbare Kapazität
8,1 kWh
Gewicht
≈90 kg
Ausgang
400 V · Drehstrom · Ausgang AC400V/10A
Verkabelung
Das Parallel-Verteilermodul stellt je Batterieeinheit ein Eingangspaar bereit — einen Leistungs- und einen Dateneingang — und speist die Last über einen einzigen Ausgang.
AC230V/20AZwei P25-Einheiten, 230 V einphasig.
AC230V/30ADrei P25-Einheiten, 230 V einphasig.
AC400V/10ADrei 230-V-P25-Geräte parallel ergeben 400 V Drehstrom — alle drei nötig, sonst fehlt eine Phase.
So wird die Parallelschaltung verdrahtet
Jede P25 führt ein Leistungskabel und ein Datenkabel zu ihrem eigenen Eingangspaar am Verteilermodul.
Das Verteilermodul hat drei Eingangspaare (L1 / L2 / L3) — ein Paar pro Batterieeinheit.
Nur der Ausgang des Verteilermoduls speist die Last. Batterieeinheiten werden nie direkt an die Last angeschlossen.
Jede Einheit behält ihre eigene Schutzeinrichtung; keine Einheit speist eine andere zurück.
Drei Konfigurationen, eine Plattform
Start mit einer Einheit — weitere kommen parallel dazu, sobald die Last es verlangt. Alle Konfigurationen nutzen dieselbe Batterieeinheit und dasselbe Verteilermodul.
P25
Die Kerneinheit. Eine lüfterlose, selbstkühlende 230-V-Stromversorgung, die den Verbrennungsgenerator auf der Baustelle ersetzt — kein Abgas, kein Leerlaufgeräusch, kein Tankstopp.
Zwei oder drei Einheiten über das Verteilermodul parallel geschaltet für 230-V-Einphasenlasten. Leistung und Kapazität addieren sich — mit zwei anfangen, bei Bedarf ein drittes dazu.
Drei 230-V-P25-Geräte parallel ergeben den 400-V-Drehstrom für Werkzeuge, die einphasig nicht laufen. Alle drei sind nötig — fehlt eines, verliert das System eine Phase. Von Hand getragen und aufgebaut: kein Kran, kein Hebezeug.
Technische Daten, Konformität und Transportbedingungen stehen im Datenblatt. Für eine Auslegung genügen drei Angaben: Verbraucherliste, Spannung und wie lange die Anlage ohne Nachladen laufen soll.
Die Fragen, die Einkäufer vor der ersten Bestellung wirklich stellen — beantwortet mit Zahlen aus unseren Datenblättern, nicht aus dem Prospekt.
Reicht ein Speicher für eine ganze Baustelle?
Für Beleuchtung, Handwerkzeug, Absaugung und Ladegeräte in der Regel ja. Entscheidend ist die Gleichzeitigkeit: zählen Sie, was wirklich parallel läuft, und addieren Sie die Anschlussleistungen — nicht die Anzahl der Geräte auf dem Hof.
Was passiert bei Dauerlast über Tage, etwa Wasserhaltung?
Dafür ist ein Speicher allein nicht gedacht. Rechnen Sie die tägliche Energiemenge und die Nachlademöglichkeit; passt beides nicht zusammen, bleibt das Aggregat oder eine Kombination die richtige Wahl.
Warum 20 bis 30 Prozent Reserve einplanen?
Weil Motoren, Kompressoren und Schweißgeräte beim Anlaufen ein Vielfaches ihres Nennstroms ziehen. Ohne Reserve schaltet die Anlage genau im Anlaufmoment ab — der häufigste Grund für die Rückmeldung, die Anlage sei zu schwach.
Kann ich später erweitern, statt größer zu kaufen?
Ja, über den Verbund. Statt einer größeren Einheit kommt eine zweite dazu; für den Verleih ist das die günstigere Strategie, weil die Grundausstattung im Bestand bleibt.