Elektrode, MIG/MAG oder WIG: Schweißgeräte ziehen beim Zünden ein Vielfaches ihres Nennstroms. Tragbare Speicher liefern diesen Strom ohne Diesel, ohne Abgas und ohne Kabeltrommel bis zum nächsten Hausanschluss.
Erst das Verfahren, dann die Auslegung
Bestimmen Sie das Verfahren — Elektrode, MIG/MAG oder WIG. Jedes hat ein anderes Lastprofil: Elektrode schweißt im Takt, MIG/MAG läuft durch.
Lesen Sie vom Typenschild die Anschlussleistung und die Einschaltdauer (ED) ab. Die ED sagt, wie lange das Gerät bei welchem Strom arbeiten darf, bevor es abkühlen muss — sie entscheidet über die Auslegung, nicht die Spitzenleistung allein.
Rechnen Sie den Zündstrom mit. Beim Zünden zieht das Gerät kurzzeitig ein Vielfaches seines Nennstroms; ein Speicher, der die Nennlast gerade eben schafft, schaltet genau hier ab.
Prüfen Sie die Spannung. MIG/MAG-Anlagen oberhalb der Handwerkerklasse verlangen in der Regel 400 V Drehstrom. Dann führt der Weg zur Drei-Phasen-Konfiguration — nicht zur größeren Einphasenlösung.
Ein Gerät, zwei Geräte, drei Geräte
Eine Einheit trägt Elektrodenschweißen im Handwerkerbereich und lässt sich allein zur Schweißstelle tragen — der Fall, für den niemand eine Kabeltrommel auslegt.
Zwei Einheiten im Verbund decken längere Nähte und die Verbraucher daneben: Schleifgerät, Absaugung, Beleuchtung — parallel zum Brenner.
Drei Einheiten liefern 400 V Drehstrom für Anlagen, die ohne ihn nicht starten, und verteilen die Last auf drei Speicher.
P-Serie: Parallelsysteme
Eine modulare Plattform. Wo die Last steigt, kommen weitere Einheiten dazu — zwei oder drei Einheiten einphasig, oder drei Einheiten für 400 V Drehstrom.
Konfiguration
Einheiten
Nennleistung
Nutzbare Kapazität
Gewicht
Ausgang
P25
1
2.500 W
2,7 kWh
29 kg
230 V / 16 A · einphasig
P25 + P25-D
2
5.000 W
5,4 kWh
≈60 kg
230 V · einphasig · Ausgang AC230V/20A
P25 + P25-D
3
7.500 W
8,1 kWh
≈90 kg
230 V · einphasig · Ausgang AC230V/30A
P25 + P25-T
3
7.500 W
8,1 kWh
≈90 kg
400 V · Drehstrom · Ausgang AC400V/10A
P25
Einheiten
1
Nennleistung
2.500 W
Nutzbare Kapazität
2,7 kWh
Gewicht
29 kg
Ausgang
230 V / 16 A · einphasig
P25 + P25-D
Einheiten
2
Nennleistung
5.000 W
Nutzbare Kapazität
5,4 kWh
Gewicht
≈60 kg
Ausgang
230 V · einphasig · Ausgang AC230V/20A
P25 + P25-D
Einheiten
3
Nennleistung
7.500 W
Nutzbare Kapazität
8,1 kWh
Gewicht
≈90 kg
Ausgang
230 V · einphasig · Ausgang AC230V/30A
P25 + P25-T
Einheiten
3
Nennleistung
7.500 W
Nutzbare Kapazität
8,1 kWh
Gewicht
≈90 kg
Ausgang
400 V · Drehstrom · Ausgang AC400V/10A
Verkabelung
Das Parallel-Verteilermodul stellt je Batterieeinheit ein Eingangspaar bereit — einen Leistungs- und einen Dateneingang — und speist die Last über einen einzigen Ausgang.
AC230V/20AZwei P25-Einheiten, 230 V einphasig.
AC230V/30ADrei P25-Einheiten, 230 V einphasig.
AC400V/10ADrei 230-V-P25-Geräte parallel ergeben 400 V Drehstrom — alle drei nötig, sonst fehlt eine Phase.
So wird die Parallelschaltung verdrahtet
Jede P25 führt ein Leistungskabel und ein Datenkabel zu ihrem eigenen Eingangspaar am Verteilermodul.
Das Verteilermodul hat drei Eingangspaare (L1 / L2 / L3) — ein Paar pro Batterieeinheit.
Nur der Ausgang des Verteilermoduls speist die Last. Batterieeinheiten werden nie direkt an die Last angeschlossen.
Jede Einheit behält ihre eigene Schutzeinrichtung; keine Einheit speist eine andere zurück.
Drei Konfigurationen, eine Plattform
Start mit einer Einheit — weitere kommen parallel dazu, sobald die Last es verlangt. Alle Konfigurationen nutzen dieselbe Batterieeinheit und dasselbe Verteilermodul.
P25
Die Kerneinheit. Eine lüfterlose, selbstkühlende 230-V-Stromversorgung, die den Verbrennungsgenerator auf der Baustelle ersetzt — kein Abgas, kein Leerlaufgeräusch, kein Tankstopp.
Zwei oder drei Einheiten über das Verteilermodul parallel geschaltet für 230-V-Einphasenlasten. Leistung und Kapazität addieren sich — mit zwei anfangen, bei Bedarf ein drittes dazu.
Drei 230-V-P25-Geräte parallel ergeben den 400-V-Drehstrom für Werkzeuge, die einphasig nicht laufen. Alle drei sind nötig — fehlt eines, verliert das System eine Phase. Von Hand getragen und aufgebaut: kein Kran, kein Hebezeug.
Technische Daten, Konformität und Transportbedingungen stehen im Datenblatt. Für eine Auslegung auf Ihren Fall genügen drei Angaben: Verfahren, welchen Strom Sie schweißen, und ob Drehstrom nötig ist.
Die Fragen, die Einkäufer vor der ersten Bestellung wirklich stellen — beantwortet mit Zahlen aus unseren Datenblättern, nicht aus dem Prospekt.
Kann eine Powerstation ein Schweißgerät betreiben?
Ja, wenn der Zündstrom gedeckt ist. Entscheidend sind nicht die Nennleistung des Geräts, sondern die Einschaltdauer (ED) und der kurzzeitige Strom beim Zünden. Fragen Sie beim Gerätehersteller beide Werte ab und legen Sie danach aus — nicht nach der Ampere-Zahl auf dem Kaufschild.
Warum schaltet der Speicher beim Zünden ab, obwohl die Nennlast passt?
Weil die Schutzabschaltung auf kurzzeitige Stromspitzen reagiert. Ein Speicher, der die Dauerlast gerade eben deckt, liegt beim Zündstrom darüber und trennt. Reserve einplanen oder eine zweite Einheit im Verbund dazunehmen ist der übliche Weg.
Brauche ich für MIG/MAG 400 V Drehstrom?
Oberhalb der Handwerkerklasse in der Regel ja. Ein einphasiger Ausgang kann eine Drehstromlast nicht bedienen, unabhängig von der Leistung. Steht auf dem Typenschild 400 V, führt der Weg zur Drei-Phasen-Konfiguration — nicht zur größeren Einphasenlösung.
Wie lange reicht eine Einheit für eine Schweißnaht?
Das hängt von Verfahren, Strom und Einschaltdauer ab; eine pauschale Minutenzahl wäre falsch. Rechnen Sie die reine Lichtbogenzeit zusammen und vergleichen Sie sie mit der nutzbaren Kapazität. Pausen zwischen den Nähten zählen nicht als Last.