Was hinter einem Angebot steht

Auf dem Papier können zwei Angebote gleich aussehen: gleiche Leistung, gleiche Schutzart, ähnlicher Preis. Der Unterschied zeigt sich später — an der ersten Einheit, die aus dem Mietpark zurückkommt.

Wer ein Gerät einkauft, kauft deshalb nicht nur eine Spezifikation, sondern auch die Antwort auf eine zweite Frage: wer hat sie geprüft, und womit? Diese Frage lässt sich nicht am Datenblatt beantworten. Sie lässt sich nur an der Stelle beantworten, an der die Einheit geprüft wurde.

Die P25- und P36-Serie wird in unserem eigenen Werk gefertigt. Was das im Einzelnen heißt, steht im Rest dieses Beitrags — mit den Werten unseres Prüfstands.

Drei Stationen, in dieser Reihenfolge

Jede Einheit durchläuft drei Stationen, bevor sie verpackt wird:

  • Montageplätze — Aufbau der Einheit.
  • IQC-Prüfstand — jede einzelne Einheit, nicht stichprobenweise.
  • Einbrennregale — Dauerlauf am fertigen Produkt.

Erst nach allen drei Prüfungen verlässt eine Einheit das Werk.

Warum die Reihenfolge zählt

Eine Stichprobe ist eine Aussage über ein Los. Eine Prüfung an jeder Einheit ist eine Aussage über genau die Einheit, die Sie bekommen. Der Unterschied fällt erst dann auf, wenn ein Gerät ausfällt — und dann ist er der ganze Unterschied.

Zehn Prüfpunkte, mit den Werten unseres Bogens

  • Serien- und Firmware-Dokumentation — Geräteseriennummer und Firmware-Version im Protokoll dokumentiert.
  • Basis-Funktionstest — Standardlast 1–1,5 kW, DC- und USB-Ausgänge geprüft (USB-A 22,5 W, USB-C 60 W).
  • Überlast-60-s-Test — 2,7–3,0 kW Last, kontrollierte Abschaltung bei 60 s ± 5 s.
  • Sofort-Überlast-Test — Last über 5 kW, Abschaltung innerhalb von 10 s.
  • Übertemperatur-Test — 2,3–2,5 kW Last bis 80 °C, Abschaltung bei 80 °C ± 5 °C.
  • Dauerbetriebstest — 2 kW über 2 Stunden, 230 V ± 10 V, 50 Hz ± 5 Hz, Temperatur unter 60 °C.
  • Ladetest — Solar- und Netzladeprüfung, Ladedauer bis 100 % dokumentiert.
  • Vibrationstest — Funktion vor und nach Vibration geprüft, keine losen Teile.
  • Stabilität beim Lastabsenken — Spannung und Frequenz bei Abnahme der Last von 2,5 kW kontinuierlich gemessen.
  • Dokumentation — Ergebnisse, Bemerkungen und Fotos im Prüfbericht gesichert.

Der letzte Punkt ist der, der später zählt. Ein Wert, der nicht aufgeschrieben wurde, existiert nicht.

Was ein Werksprotokoll nicht ist

Drei Einschränkungen gehören dazu — sonst wäre der Rest dieses Beitrags eine Broschüre:

  • Ein Prüfprotokoll ist kein Typenschein. Es beschreibt den Zustand einer Einheit im Moment der Prüfung, nicht das Verhalten über Jahre.
  • Die Werte gelten für unseren Prüfaufbau. Andere Temperaturen, andere Lastprofile und andere Taktzeiten auf der Baustelle können andere Ergebnisse ergeben.
  • Eine Schutzart ist kein Zertifikat. IP54 beschreibt die Ausführung des Gehäuses. Dafür gibt es keine Prüfbescheinigung, und wir behaupten auch keine.

Was nur das Werk beantworten kann

Manche Fragen kann ein Händler nicht beantworten, und ein Zwischenhändler auch nicht:

  • Welche Konfiguration ist machbar, und welche erfordert Werkzeugbau?
  • Welche Spannung und welche Stückzahl sind in einer Konfiguration darstellbar?
  • Welche Prüfung läuft an der Einheit tatsächlich, und mit welchem Ergebnis?

Diese Fragen beantwortet die Stelle, die fertigt. Wenn Sie ein OEM- oder ODM-Projekt planen, nennen Sie Konfiguration, Spannung und Stückzahl — dann sagen wir Ihnen, was machbar ist, was Werkzeugbau erfordert und welche Lieferzeit gilt.

Was Sie in der Hand haben

  • Das Werksprüfprotokoll der Einheit — auf Anfrage.
  • Die CE-Konformität nach EMV-Richtlinie 2014/30/EU — Prüfbericht auf Anfrage.
  • Die Patenturkunden der P25- und P36-Serie — auf Anfrage.

Fertigung: Guangdong, China — dieselbe Region, die im CE-Bericht als Herstelleradresse steht.

*Prüfwerte aus unserem Werksprüfbogen (Auszug). Abweichende Bedingungen auf der Baustelle können andere Ergebnisse ergeben.*