Die Frage steht vor dem Angebot
Auf einer Baustelle gibt es zwei Arten von Verbrauchern: solche, die mit 230 V laufen, und solche, die Drehstrom brauchen. Ein Winkelschleifer gehört zur ersten Gruppe. Ein Drehstrom-Schweißgerät, eine große Kreissäge oder eine Maschine, die es nur als Drehstromgerät gibt, gehören zur zweiten.
Wird ein Energiespeichersystem bestellt und diese Frage erst später geklärt, passt der Ausgang am Ende oft nicht zur Maschine — nicht weil das Gerät zu schwach ist, sondern weil die Netzform nicht stimmt.
Die Frage gehört deshalb vor das Angebot, nicht danach.
Drei Konfigurationen, drei Ausgangswerte
Die Parallelkonfigurationen der P25-Serie sind in der Konstruktionsvorgabe festgelegt. Der Ausgangswert steht jeweils am linken Abgriff des Verteilers:
- P25 + P25-D, zwei Einheiten — Ausgang AC 230 V / 20 A
- P25 + P25-D, drei Einheiten — Ausgang AC 230 V / 30 A
- P25 + P25-T, drei Einheiten — Ausgang AC 400 V / 10 A
Zwei Beobachtungen, die den Unterschied erklären:
Die Zahl hinter dem Schrägstrich wächst nicht mit der Spannung. 30 A bei 230 V sind mehr Strom als 10 A bei 400 V. Strom und Spannung sind aber nicht dasselbe — wer nur Ampere vergleicht, vergleicht die falsche Größe.
Die Netzform entscheidet, welche Maschinen überhaupt in Frage kommen. Ein Drehstrommotor läuft nicht an einer 230-V-Versorgung. Keine Amperezahl ändert das. Genau das ist die Weiche.
Was der Verteiler trennt
Der Verteiler verteilt bei der P25-Serie zwei Dinge getrennt voneinander:
- die Leistung — jede Einheit hängt mit einer eigenen schwarzen Leitung am Verteiler,
- die Kommunikation — parallel dazu läuft je eine orange Leitung.
Pro Einheit genau ein Paar, sternförmig zurück zum Verteiler statt Einheit an Einheit durchgeschleift. Die Ausgänge sitzen am Verteiler, nicht an der einzelnen Einheit.
Drei Merkmale, an denen sich das prüfen lässt
Wer ein Gerät oder ein Bild prüft, kann die Konstruktion an drei Merkmalen lesen:
- An der Vorderseite des Verteilers sitzt nur das Sichtfenster der Leistungsschalter, sonst nichts.
- Die Last wird über die rote Industriesteckdose an der linken Seite abgenommen.
- Die Parallelleitungen laufen über die Kabelverschraubungen an der rechten Seite — je Einheit eine schwarze und eine orange.
Ein Bild, das Steckdosen oder Kabelverschraubungen auf der Vorderseite zeigt, bildet nicht ab, was gebaut wird.
Vier Fragen vor der Bestellung
1. Welche Maschinen laufen am Standort — und welche davon sind Drehstromgeräte? Diese Antwort entscheidet über 230 V oder 400 V.
2. Wie viele Einheiten werden gebraucht? Zwei Einheiten am P25-D ergeben 20 A bei 230 V, drei Einheiten 30 A. Der P25-T geht bei drei Einheiten auf 400 V.
3. Wie lang ist der längste Arbeitstag ohne Nachladen? Das ist das Lastprofil. Die Spitzenleistung ist es nicht.
4. Wer prüft die Ausgangsseite vor der Bestellung? Wer die Konfiguration ohne Kenntnis der Ausgänge bestellt, bestellt nach Gefühl.
Was dieser Beitrag nicht belegt
- Die Werte oben sind Nennwerte am Ausgang des Verteilers. Sie ersetzen keine Auslegung für den konkreten Standort.
- Ob eine bestimmte Maschine anläuft, hängt auch von ihrem Anlaufstrom und ihrem Motor ab, nicht nur von der Nennspannung. Prüfen Sie vor der Bestellung das Datenblatt der Maschine.
- Ein Nennwert am Verteiler ist kein Nachweis über die Dauerhaltbarkeit über Jahre.
Die Ausgangswerte der Konfiguration und die Belegung des Verteilers stellen wir auf Anfrage bereit.

