Der Fehlerstrom braucht einen Weg

Ein FI-Schutzschalter misst eine Differenz, keinen Fehler. Er vergleicht den Strom auf dem Außenleiter mit dem auf dem Neutralleiter; dreißig Milliampere Unterschied gelten als Strom, der sich einen anderen Weg gesucht hat — über einen Körper oder nassen Boden. Die Einrichtung taugt nur so weit, wie der Fehlerstrom fließen kann.

Beim Dieselaggregat liegt dieser Weg dort, wo der Plan ihn vorsieht: lokale Quelle, Ausgang auf den Schutzleiter bezogen, Erder neben dem Hof. Nicht elegant, aber dokumentiert.

Eine Batterieeinheit ist eine andere Quelle, und der Unterschied ist elektrisch. Der Ausgang wird elektronisch erzeugt, die Einheit steht auf eigenen Rollen. Ob der Neutralleiter an der Dose auf den Schutzleiter bezogen wird, ist eine Auslegungsentscheidung des Herstellers — und sie entscheidet, ob ein einzelner Erdschluss Fehlerstrom erzeugt. Lassen Sie sich das schriftlich geben.

Ein Gerätettyp deckt nicht jede Quelle

Typ AC reagiert auf sinusförmige Fehlerströme und sonst nichts. Typ A erfasst zusätzlich pulsierende Gleichanteile. Typ B existiert, weil glatte Gleichfehlerströme den Messkern eines AC- oder A-Geräts sättigen und es dann nicht mehr auslöst — bekannt von Umrichtern, Ladegeräten und großen Gleichrichtern.

Ein Wechselrichterausgang ist keine rotierende Maschine. Er ist geschaltet, gefiltert und geregelt; ein reiner Sinus mit Klirrfaktor unter 3 % beschreibt die Form an der Dose, nicht den Fehler an den Klemmen. Entscheidend ist, ob ein Gerätettyp gegen eine Quelle bewertet wurde und wer dafür geradesteht.

Die schwache Antwort nennt einen Typ ohne Quelle. Auf „Typ A passt schon" folgt die Frage nach Quelle, Fehlerfall und Prüfung.

Was die Einheit liefert — und wo es endet

Die Zahlen stehen an der Dose. Eine P25 liefert 2 500 W Dauer und 5 000 W Spitze für bis zu 10 s aus 2,7 kWh bei 29 kg, auf 230 V 16 A einphasig. Eine P25-D kommt auf 5 000 W Dauer, 10 000 W Spitze, 5,4 kWh, rund 60 kg, auf 230 V 20 A mit Parallelverteiler. Eine P25-T erreicht 7 500 W Dauer und 15 000 W Spitze aus 8,1 kWh bei rund 90 kg, auf 400 V Drehstrom mit 10 A.

Oberhalb von 16 A wird die Schutzfrage schwerer. Ein Inverter-Schweißgerät der 160–200-A-Klasse an 400 V zieht keinen gleichmäßigen Strom, und das Muster beim Zünden ist nicht das, wofür ein 30-mA-Gerät an der Dose gebaut wurde. Das ist eine Aussage über die Last — und der Grund, warum Drehstromarbeit eine eigene Schutzentscheidung braucht statt einer geerbten.

Die Kette ist kurz. Quelle, Schutzeinrichtung, Leitung, Werkzeug. Die Schutzart spielt keine Rolle: IP54 beschreibt Spritzwasserschutz, keine Zertifizierung.

Zwei Messungen vor der Übergabe

Zuerst der Isolationswiderstand, an der Maschine, vor dem Anschließen. Eine 500-V-Messung an Werkzeug und Leitung zeigt, ob der Fehlerweg existiert. Kein Gerätettyp gleicht einen nassen Motor aus, der Ableitstrom führt.

Dann die Auslösezeit, an der echten Quelle, unter echter Last. Ein FI-Prüfgerät an der Dose mit laufender Einheit misst die Anlage; die Prüftaste misst das Gerät. Zwei verschiedene Fragen, und auf der Baustelle wird nur eine gestellt.

Der dritte Punkt ist Papier, und er ist der billigste. Eine schriftliche Aussage zum Bezug des Neutralleiters, zur Eignung des Gerätettyps und die CE-Unterlagen nach EMV-Richtlinie 2014/30/EU, Prüfbericht A2409245-C01-R01-V1 auf Anfrage. Für den Transport: UN 3480 Klasse 9, UN38.3, MSDS.

Was das nicht löst

Das ist keine USV. Zwischen Netzausfall und Anstecken der Einheit liegt eine Lücke; nur die C24 ist mit 10 ms oder weniger angegeben.

Die Einheit ersetzt nicht die Erdung der Einbaustelle und speist nicht in die feste Hausverteilung ein. Sie versorgt ihre eigenen Dosen, ist nicht explosionsgeschützt und nicht tauchfähig. Und sie modernisiert keine alte Schutzeinrichtung: Ein Typ-AC-Gerät aus den Aggregatjahren bleibt dasselbe Gerät.

Und sie entscheidet die Frage nicht für Sie. Wir sagen, was der Ausgang liefert und wofür das Gehäuse ausgelegt ist; das Schutzkonzept gehört zu der Person, die es unterschreibt.

Schicken Sie uns Lastliste, aufgedruckten Typ des FI-Schutzschalters und die Erdungsanordnung. Wir gehen die Auslegung gemeinsam durch: https://www.hitama.net/en/contact.