Zwei Rechnungen, zwei Einheiten
Wer einen Generator und einen Speicher vergleicht, legt meist zwei Rechnungen nebeneinander, die nicht dieselbe Einheit haben. Auf der einen steht der Liter. Auf der anderen die Kilowattstunde. Gebraucht wird eine dritte: die Werkzeugstunde – die Stunde, in der tatsächlich geschnitten, geschweißt, gebohrt oder geleuchtet wird.
Solange diese Einheit fehlt, gewinnt der Diesel jedes Gespräch. Sein Preis ist sichtbar, der andere nicht.
Was wir auf den Tisch legen
Unsere Seite ist kurz und prüfbar. Für P25: 2.500 Watt Dauerleistung, 5.000 Watt Spitzenleistung, 2,7 Kilowattstunden, 29 Kilogramm. Für P25-T: 7.500 und 15.000 Watt, 8,1 Kilowattstunden, rund 90 Kilogramm, 400 Volt dreiphasig. Für C24: 2.400 und 4.800 Watt, 2.048 Wattstunden.
Das sind Herstellerangaben, keine Messwerte aus Ihrer Halle. Sie sagen, was das Gerät liefern soll – nicht, was Ihr Trennschleifer daraus macht.
Vier Zeilen, die auf keiner Tankquittung stehen
Die Tankquittung ist ehrlich, aber unvollständig. Vier Posten fehlen regelmäßig.
Die Leerlaufstunde. Ein Generator läuft, während niemand schneidet: beim Aufbau, in der Pause, beim Warten auf Material. Diese Stunden kosten Kraftstoff und sind keine Werkzeugstunden.
Die Wartung. Öl, Filter, Zündkerze, Inspektion fallen nach Betriebsstunden an, nicht nach Litern. Wer nur den Literpreis rechnet, lässt sie weg.
Die Logistik. Kanister, Anhänger, Umfüllen, Rückweg. Der Kraftstoff muss zur Werkstatt kommen – auch in den dritten Stock.
Der Standort. In Innenräumen entscheidet nicht der Preis, sondern ob das Gerät dort betrieben werden kann. Abgas und Lärm sind keine Kostenzeile, sie sind eine Zulässigkeitszeile.
Ein Beispiel, das keine Zahlen braucht
Eine Metallwerkstatt mit Trennschleifer, Schweißgerät und Absaugung hat drei Verbraucher, die selten gleichzeitig anlaufen. Der Generator steht vor der Tür, weil Abgas und Lärm ihn nach draußen schicken; das Kabel kommt durch den Türspalt, und der Weg zur Steckdose wird zur eigentlichen Entscheidung. Ein Speicher, der in der Halle stehen darf, verschiebt das Problem zurück zur Steckdose – aber nur, wenn seine Spitzenleistung den Anlauf trägt.
Warum hier keine Zahlen von uns stehen
Wir könnten eine Tabelle drucken, die auf der einen Seite einen Dieselpreis und auf der anderen eine Miete annimmt. Sie wäre in jedem Betrieb falsch, in dem der Generator schon bezahlt ist, in dem der Kraftstoff über die Konzernkarte läuft oder in dem die Halle ohnehin beheizt wird.
Deshalb steht sie hier nicht. Drei Werte muss der Betrieb selbst einsetzen, und alle drei liegen bei ihm: Liter pro Schicht, Stunden unter echter Last, Wartungskosten pro Intervall. Wer diese drei nicht kennt, kennt seinen Dieselpreis pro Werkzeugstunde nicht – unabhängig davon, welche Tabelle er benutzt.
Die Rechnung, die dann übrig bleibt
Dieselseite: Kraftstoff plus Wartung plus Leerlaufanteil plus Logistik, geteilt durch die Werkzeugstunden. Batterieseite: angegebene Kapazität geteilt durch die tatsächliche Aufnahme der Werkzeuge ergibt die Stunden; dazu kommt das Ladezeitfenster, das in den Ablauf passen muss.
Beide Seiten brauchen dieselbe Bezugsgröße. Ohne sie ist es ein Vergleich von Litern mit Kilogramm.
Was in ein Angebot gehört
Wenn Verleih und Bauleitung zwei Angebote nebeneinanderlegen, sollten vier Angaben auf beiden stehen: Dauerleistung, Spitzenleistung, Kapazität (Herstellerangabe), Gewicht. Fehlt die Spitzenleistung, ist der Anlauf des Werkzeugs nicht geplant. Fehlt die Kapazitätsangabe, ist die Laufzeit nicht kalkulierbar. Fehlt das Gewicht, ist der Transport nicht geklärt.
Die fünfte Angabe steht in keinem Datenblatt: ob das Gerät dort laufen darf, wo gearbeitet wird.
_Produktwerte: Herstellerangaben. Preise, Verbräuche und Wartungskosten nennt dieser Text bewusst nicht – sie sind betriebsindividuell._

