Akkuspeicher vermieten: was ein Mietpark pro Einheit wirklich braucht

Wer Akkuspeicher vermieten will, kauft nicht Strom, sondern Auslastung. Diese Seite rechnet von der Mietaufgabe rückwärts: welche Leistungsklasse zu welcher Vermietung passt, wie Parallelbetrieb den Flottenaufbau verändert und wo die Grenzen eines Speichers im Verleih liegen. Sie richtet sich an Vermieter — wir bauen und verkaufen die Geräte, wir vermieten sie nicht selbst.

Fünf Fragen aus dem Verleih, bevor bestellt wird

  1. Welche Mietaufgabe soll die Einheit tragen? Baustrom für Handwerk, Schweißarbeiten, Veranstaltung oder Kommunalarbeit sind vier verschiedene Lastprofile. Die Aufgabe bestimmt Leistungsklasse und Zubehör, nicht der Wunsch nach einer möglichst großen Zahl im Datenblatt.
  2. Wie lange ist die Einheit beim Kunden, wie lange steht sie im Depot? Die Ladezeit zwischen zwei Vermietungen ist Teil der Auslastungsrechnung und kein Nebenthema. Wer sie nicht einplant, hat Geräte im Bestand, die formal verfügbar und praktisch verplant sind.
  3. Wer trägt und werverlädt? 29 kg gehen zu zweit in den Transporter, rund 90 kg brauchen Rampe oder Anhänger. Das entscheidet, ob ein Gerät im Tagesgeschäft überhaupt rausgeht oder nur für geplante Einsätze gebucht wird.
  4. Welche Anschlüsse erwartet der Mieter? 230 V mit 16 A deckt den üblichen Werkzeugpark. Wer mit 400 V Drehstrom wirbt, muss auch die Erwartung bedienen, dass drei Phasen wirklich anliegen — sonst kommt das Gerät zurück.
  5. Wie wird der Mieter eingewiesen? Ein Speicher, der wie ein Aggregat bedient wird, hält nicht lange. Wer Vermietung betreibt, braucht eine kurze, wiederholbare Übergabe: einstecken, einschalten, Lastgrenze zeigen, zurücknehmen.

Drei Mietaufgaben, drei Konfigurationen

  • Für Tagesvermietung an Handwerker: die 2.500-W-Klasse mit 5.000 W Spitze und 2,7 kWh bei 29 kg. Ein Gerät, eine Person, ein Transporter — das ist die Einheit, die im Verleih tatsächlich Umlauf macht, weil sie ohne Planung mitgenommen wird.
  • Für Schweißen und Drehstromlasten: die 7.500-W-Klasse mit 15.000 W Spitze, 8,1 kWh und 400 V. Rund 90 kg bedeuten Rampe, Anhänger und eine zweite Person; dafür ersetzt sie Aufbauten, die sonst nur mit Aggregat laufen.
  • Für Veranstaltung und Kommune: zwei oder drei Einheiten im Verbund. Leistung und Kapazität addieren sich, und die Last verteilt sich auf mehrere Gehäuse — das ist der Weg, wenn eine einzelne Einheit die Veranstaltung nicht über den ganzen Tag trägt.
  • Für den gemischten Mietpark: ein Grundstock kleiner Einheiten plus wenige große. Kleine Geräte erzeugen Umlauf, große Geräte erzeugen Deckungsbeitrag. Nur große vorzuhalten ist der häufigste Fehler beim Flottenaufbau — und der teuerste, weil die Investition dann steht.

P-Serie: Parallelsysteme

Eine modulare Plattform. Wo die Last steigt, kommen weitere Einheiten dazu — zwei oder drei Einheiten einphasig, oder drei Einheiten für 400 V Drehstrom.

KonfigurationEinheitenNennleistungNutzbare KapazitätGewichtAusgang
P2512.500 W2,7 kWh29 kg230 V / 16 A · einphasig
P25 + P25-D25.000 W5,4 kWh≈60 kg230 V · einphasig · Ausgang AC230V/20A
P25 + P25-D37.500 W8,1 kWh≈90 kg230 V · einphasig · Ausgang AC230V/30A
P25 + P25-T37.500 W8,1 kWh≈90 kg400 V · Drehstrom · Ausgang AC400V/10A
  • P25

    Einheiten
    1
    Nennleistung
    2.500 W
    Nutzbare Kapazität
    2,7 kWh
    Gewicht
    29 kg
    Ausgang
    230 V / 16 A · einphasig
  • P25 + P25-D

    Einheiten
    2
    Nennleistung
    5.000 W
    Nutzbare Kapazität
    5,4 kWh
    Gewicht
    ≈60 kg
    Ausgang
    230 V · einphasig · Ausgang AC230V/20A
  • P25 + P25-D

    Einheiten
    3
    Nennleistung
    7.500 W
    Nutzbare Kapazität
    8,1 kWh
    Gewicht
    ≈90 kg
    Ausgang
    230 V · einphasig · Ausgang AC230V/30A
  • P25 + P25-T

    Einheiten
    3
    Nennleistung
    7.500 W
    Nutzbare Kapazität
    8,1 kWh
    Gewicht
    ≈90 kg
    Ausgang
    400 V · Drehstrom · Ausgang AC400V/10A

Verkabelung

Das Parallel-Verteilermodul stellt je Batterieeinheit ein Eingangspaar bereit — einen Leistungs- und einen Dateneingang — und speist die Last über einen einzigen Ausgang.

  • P25-D2 × P25P25 1P25 2AC230V/20A
    AC230V/20AZwei P25-Einheiten, 230 V einphasig.
  • P25-D3 × P25P25 1P25 2P25 3AC230V/30A
    AC230V/30ADrei P25-Einheiten, 230 V einphasig.
  • P25-T3 × P25P25 1P25 2P25 3AC400V/10A
    AC400V/10ADrei 230-V-P25-Geräte parallel ergeben 400 V Drehstrom — alle drei nötig, sonst fehlt eine Phase.

So wird die Parallelschaltung verdrahtet

  1. Jede P25 führt ein Leistungskabel und ein Datenkabel zu ihrem eigenen Eingangspaar am Verteilermodul.
  2. Das Verteilermodul hat drei Eingangspaare (L1 / L2 / L3) — ein Paar pro Batterieeinheit.
  3. Nur der Ausgang des Verteilermoduls speist die Last. Batterieeinheiten werden nie direkt an die Last angeschlossen.
  4. Jede Einheit behält ihre eigene Schutzeinrichtung; keine Einheit speist eine andere zurück.

Drei Konfigurationen, eine Plattform

Start mit einer Einheit — weitere kommen parallel dazu, sobald die Last es verlangt. Alle Konfigurationen nutzen dieselbe Batterieeinheit und dasselbe Verteilermodul.

  • Hitama P25 tragbare industrielle Batterie-Powerstation, Dreiviertelansicht auf Weiß

    P25

    Die Kerneinheit. Eine lüfterlose, selbstkühlende 230-V-Stromversorgung, die den Verbrennungsgenerator auf der Baustelle ersetzt — kein Abgas, kein Leerlaufgeräusch, kein Tankstopp.

    Hauptmerkmale

    Nennleistung
    2.500 W
    Spitzenleistung
    5.000 W (≤10 s)
    Nutzbare Kapazität
    2,7 kWh
    Ausgang
    230 V · 16 A
    Schutzart
    IP54
    Gewicht
    29 kg
    Angebot anfordern
  • Hitama P25-D: two P25 units with the distribution unit hooked onto the frame

    P25 + P25-D

    Zwei oder drei Einheiten über das Verteilermodul parallel geschaltet für 230-V-Einphasenlasten. Leistung und Kapazität addieren sich — mit zwei anfangen, bei Bedarf ein drittes dazu.

    Hauptmerkmale

    Einheiten
    1–3 × P25
    Nennleistung
    2.500–7.500 W
    Spitzenleistung
    5.000–15.000 W (≤10 s)
    Nutzbare Kapazität
    2,7–8,1 kWh
    Ausgang
    AC230V · 20–30 A
    Angebot anfordern
  • Hitama P25-T: three P25 units with the distribution unit hooked onto the frame

    P25 + P25-T

    Drei 230-V-P25-Geräte parallel ergeben den 400-V-Drehstrom für Werkzeuge, die einphasig nicht laufen. Alle drei sind nötig — fehlt eines, verliert das System eine Phase. Von Hand getragen und aufgebaut: kein Kran, kein Hebezeug.

    Hauptmerkmale

    Einheiten
    3 × 230V P25
    Nennleistung
    7.500 W
    Spitzenleistung
    15.000 W (≤10 s)
    Nutzbare Kapazität
    8,1 kWh
    Ausgang
    AC400V · 10 A Drehstrom
    Angebot anfordern

Funktionen im Überblick

Jedes Bauteil am realen Gerät nummeriert — dieselbe Reihenfolge wie die Schaltpläne oben.

P25 — die Arbeitsmaschine

HITAMA P25 Baustromaggregat, vordere Portfläche: AC-Ausgang, AC-Ladeeingang, Hauptschalter, Batteriestand, USB-C, Solareingang, Parallel-Leistungs- und Datenbuchsen12345678
Portfläche
  1. AC-Ausgang · 230 V / 16 ASchleifer und Schweißgeräte direkt anschließen.
  2. AC-LadeeingangAns Netz, über Nacht voll.
  3. HauptschalterEin Dreh — die Anlage läuft.
  4. BatteriestandSechs LEDs, auf einen Blick.
  5. USB-CHandy und Laptop bleiben geladen.
  6. SolareingangPanel an — Ladung läuft weiter.
  7. Parallel-LeistungsbuchseLeitung zur P25-D / P25-T Box.
  8. Parallel-DatenbuchseDatenleitung — die Einheiten bleiben synchron.
HITAMA P25 Baustromaggregat, Dreiviertelansicht: Tragegriff, IP54-Gehäuse, 2,7-kWh-Akkukörper123
Gehäuse
  1. Tragegriff29 kg — von Hand zur Last getragen.
  2. IP54-GehäuseStaubgeschützt, strahlwassergeschützt.
  3. 2,7 kWh AkkuNutzkapazität pro Einheit, ventilatorlos.

P25-D — 230-V-Parallelschrank

HITAMA P25-D Parallelverteilbox, Vorderseite: Aufhängehaken, AC230V-30A-Ausgang, Sicherungsfenster, sechs Paralleleingänge1234567891011
Vorderseite
  1. AufhängehakenP25-Einheiten an die Box hängen.
  2. BoxParallelbox — startklar.
  3. Parallel-Ausgang · AC230V-30ADie einzige Zufuhr zur Last.
  4. AuflageHält die Box an ihrem Platz.
  5. SchutzbereichSicherungen hinter dem Fenster, Status im Blick.
  6. Parallels 1 EingangP25 Nr.1 Leitung — AC230V-10A.
  7. Parallels 1 DatenP25 Nr.1 Datenleitung.
  8. Parallels 2 EingangP25 Nr.2 Leitung — AC230V-10A.
  9. Parallels 2 DatenP25 Nr.2 Datenleitung.
  10. Parallels 3 EingangP25 Nr.3 Leitung — AC230V-10A.
  11. Parallels 3 DatenP25 Nr.3 Datenleitung.

P25-T — 400-V-Dreiphasen-Box

HITAMA P25-T Dreiphasen-Parallelbox, Vorderseite: Aufhängehaken, AC400V-10A-Ausgang, Sicherungsfenster, sechs Paralleleingänge1234567891011
Vorderseite
  1. AufhängehakenP25-Einheiten an die Box hängen.
  2. BoxDreiphasen-Box — startklar.
  3. Parallel-Ausgang · AC400V-10ADreiphasig — die einzige Zufuhr zur Last.
  4. AuflageHält die Box an ihrem Platz.
  5. SchutzbereichSicherungen hinter dem Fenster, Status im Blick.
  6. Parallels 1 Eingang · L1P25 Nr.1 Leitung — AC230V-10A.
  7. Parallels 1 DatenP25 Nr.1 Datenleitung.
  8. Parallels 2 Eingang · L2P25 Nr.2 Leitung — AC230V-10A.
  9. Parallels 2 DatenP25 Nr.2 Datenleitung.
  10. Parallels 3 Eingang · L3P25 Nr.3 Leitung — AC230V-10A.
  11. Parallels 3 DatenP25 Nr.3 Datenleitung.

Optionales Zubehör

Die Sonne ins Feld. Ein 400-W-Faltmodul am Solareingang der P25 — vor Ort laden, ohne Netz. Zwei Module parallel: 800 W in die Station.

Hitama 400-W-Faltsolarmodul für die P25, ausgeklapptes Vier-Sektionen-Modul und gefaltete Tasche mit orangem Griff, 3-m-MC4-Kabel

Optional

Faltbares Solarmodul 400 W

Ein Modul, 400 W. Faltbar, handlich, an den Solareingang der P25. Bis zu zwei Module parallel — 800 W laden die Station zusammen.

Max. Leistung (Pmax)
400 W
Leistungsspannung (Vmp)
72 V
Leistungsstrom (Imp)
5,56 A
Leerlaufspannung (Voc)
86,4 V
Kurzschlussstrom (Isc)
5,89 A
Max. Systemspannung
1000 V
Stecker
MC4
Rahmen
ETFE
Schutzart
IP54
Gewicht
9,1 kg
Maße, gefaltet
612 × 590 × 50 mm
Maße, ausgeklappt
2230 × 590 × 25 mm
Temperaturbereich
-40 °C bis +70 °C
Im Lieferumfang
3-m-Verbindungskabel
Angebot anfordern

Was wir als Hersteller liefern — und was nicht

  • Wir bauen und verkaufen die Geräte. Wir vermieten sie nicht selbst und treten nicht als Vermieter im Markt auf — das ist die Rolle unserer Partner.
  • OEM und ODM: Logodruck, abweichende Ausstattung und angepasste Konfiguration sind möglich. Ob es sich lohnt, hängt von Stückzahl und Werkzeugbau ab; wir sagen vorher, was Aufwand bedeutet und was nicht.
  • Zum Lieferumfang gehört das Datenblatt mit den technischen Angaben. Für den Verleih ist das die Grundlage jeder Übergabe — und die Grundlage dafür, dass der Mieter die Lastgrenze kennt.
  • Preise und Mindestmengen stehen bewusst nicht auf dieser Seite. Beides gehört in ein Angebot, weil es an Konfiguration, Stückzahl und Zielmarkt hängt.

Warum Speicher im Verleih funktionieren — und wo nicht

  • Kein Tanken, kein Geruch, kein Öl: Das Gerät kann in Wohnung, Keller, Halle und Treppenhaus abgestellt werden. Genau dort scheitert das Aggregat nicht an der Leistung, sondern an der Zulässigkeit.
  • Kein Motorenlärm: Nachtarbeit, Wohngebiet, Veranstaltung mit Anwohnern. Der Speicher ist die Antwort auf eine Lärmauflage, nicht auf einen Leistungswunsch.
  • Kein Kaltstart bei Frost, kein Vergaser, kein Choke. Für den Verleih zählt das mehr als für den Eigenbetrieb: Ein Gerät, das beim Kunden nicht anspringt, kostet immer eine Fahrt.
  • Die erste Grenze ist die Energiemenge pro Tag. Kapazität geteilt durch Dauerlast ergibt die Laufzeit; wer acht Stunden Dauerlast verspricht, braucht mehrere Einheiten oder ein Aggregat.
  • Die zweite Grenze ist der Ladeweg. Wer im Depot keine Lademöglichkeit hat, sollte diese Frage vor dem Gerätekauf klären — nicht danach.
  • Deshalb bleibt das Aggregat im Sortiment sinnvoll: für lange Dauerlast, für große Verbraucher und als Rückfall. Ein Verleih, der beides anbietet, verliert die Anfrage nicht an den Wettbewerber.

Datenblatt und Flottenaufbau

Alle Leistungs-, Kapazitäts- und Gewichtsangaben auf dieser Seite sind Herstellerangaben, keine Messwerte. Für ein Flottengespräch genügen vier Angaben: welche Mietaufgaben abgedeckt werden sollen, wie viele Einheiten im Umlauf sind, ob 400 V gebraucht wird und wie im Depot geladen wird. Daraus entsteht eine Aufteilung, keine Preisliste.

Häufige Fragen

Die Fragen, die Einkäufer vor der ersten Bestellung wirklich stellen — beantwortet mit Zahlen aus unseren Datenblättern, nicht aus dem Prospekt.

Vermietet HITAMA selbst Akkuspeicher?

Nein. Wir bauen und verkaufen die Geräte an Händler und Mietparks. Die Vermietung an Endkunden übernehmen unsere Partner — deshalb steht auf dieser Seite, was Vermieter für den Aufbau brauchen, nicht was eine Miete kostet.

Welche Einheit passt zu welcher Mietaufgabe?

Tagesvermietung an Handwerker: 2.500 W mit 5.000 W Spitze, 2,7 kWh, 29 kg. Schweißen und Drehstromlasten: 7.500 W mit 15.000 W Spitze, 8,1 kWh, 400 V, rund 90 kg. Veranstaltung und Kommune: zwei oder drei Einheiten im Verbund. Die Aufgabe entscheidet, nicht die größte Zahl.

Wie viele Vermietungen sind pro Tag möglich?

Das lässt sich nicht pauschal sagen und hängt an Rücklaufzeit, Ladeweg und Übergabe. Wer Umlauf planen will, muss die Ladezeit zwischen zwei Vermietungen einrechnen — sie ist der eigentliche Engpass, nicht die Verfügbarkeit des Geräts.

Wie wird zwischen zwei Vermietungen geladen?

Über die vorhandene Netzladung; für die 2.500-W-Klasse mit 230 V und 16 A. Wie lange das dauert, hängt vom Ladestand und von der Absicherung am Depot ab — eine pauschale Ladezeit nennen wir nicht.

Bringt Parallelbetrieb mehr Leistung oder mehr Kapazität?

Beides. Zwei Einheiten im Parallelbetrieb addieren Leistung und Kapazität. Für den Verleih ist das der günstigere Weg zur größeren Lösung, weil die vorhandene Einheit im Bestand bleibt statt ersetzt zu werden.

Was passiert bei Kälte?

Der angegebene Bereich endet bei −10 °C. Für den Verleih heißt das: Einheiten nicht über Nacht im Freien lassen und die Übergabe im Winter knapp halten. Ein Speicher, der kalt anläuft, wird beim Kunden zum Thema.