Powerstation im Großhandel: was Wiederverkäufer und OEM-Kunden vorher klären

Großhandel und OEM sind zwei verschiedene Geschäfte mit demselben Gerät. Der eine braucht ein Sortiment, das schnell dreht; der andere braucht eine Konfiguration, die es so noch nicht gibt. Diese Seite trennt beide Wege, nennt die fünf Punkte, die vor einer Anfrage geklärt sein sollten, und sagt offen, was eine Fabrik nicht leistet.

Fünf Punkte, die vor der Anfrage geklärt sein sollten

  1. Welches Marktsegment soll bedient werden? Baustrom für Handwerk, Veranstaltung, Kommune oder Notstrom für Feuerwehr und THW sind unterschiedliche Anforderungen an Zubehör, Dokumentation und Sprache der Unterlagen.
  2. Welche Spannung braucht der Markt? 230 V mit 16 A deckt den üblichen Werkzeugpark. Wer 400 V Drehstrom anbietet, verkauft ein anderes Gerät an einen anderen Kunden — und muss die Erwartung an drei echte Phasen erfüllen.
  3. Eigenmarke oder Handelsware? Beim Eigenmarkenaufbau ändern sich Verpackung, Bezeichnung und Unterlagen. Das ist ein Projekt, kein Bestellvorgang, und es braucht eine Entscheidung darüber, wer die Verantwortung für die Unterlagen trägt.
  4. Wie soll das Gerät beim Endkunden ankommen? Verkauf über Katalog, über Fachhandel oder über Mietpark sind drei unterschiedliche Vertriebswege. Sie bestimmen, wie viel Erklärung das Gerät selbst mitbringen muss.
  5. Wer betreut den Endkunden technisch? Ein Wiederverkäufer, der Auslegungsfragen beantwortet, verkauft mehr als einer, der nur Datenblätter weiterleitet. Diese Rolle muss vor dem Sortimentsaufbau geklärt sein — intern oder beim Lieferanten.

Drei Wege in den Markt

  • Standardprogramm: Sie führen die bestehenden Konfigurationen unter unserer Marke. Das ist der schnellste Weg, weil Unterlagen und Bezeichnungen vorhanden sind — und der Weg mit der geringsten Differenzierung.
  • Handelsmarke mit Anpassung: Logodruck, abweichende Ausstattung, eigene Verpackung. Das Gerät bleibt technisch dasselbe, tritt aber unter Ihrer Marke auf. Aufwand entsteht vor allem bei Verpackung und Unterlagen, nicht am Gerät.
  • OEM-Projekt: eine Konfiguration, die es im Programm noch nicht gibt. Hier beginnt die Entwicklung — mit Werkzeugbau, Musterphase und einer Zusage, die erst nach Prüfung möglich ist. Wer diesen Weg geht, sollte ihn als Projekt planen, nicht als Bestellung.
  • Die vierte, oft übersehene Variante: eine Mischung aus Standard und Anpassung. Viel verkauft wird die Basiskonfiguration plus eigenes Zubehör und eigene Verpackung — technisch risikoarm, im Markt trotzdem unterscheidbar.
  • Sortimentsbreite ist nicht automatisch Stärke. Wer drei Konfigurationen führt, kann sie erklären, schulen und dokumentieren; wer zehn führt, verkauft öfter das falsche Gerät. Für den Aufbau eines Großhandelssortiments ist Tiefe in wenigen Klassen meist tragfähiger als Breite.

P-Serie: Parallelsysteme

Eine modulare Plattform. Wo die Last steigt, kommen weitere Einheiten dazu — zwei oder drei Einheiten einphasig, oder drei Einheiten für 400 V Drehstrom.

KonfigurationEinheitenNennleistungNutzbare KapazitätGewichtAusgang
P2512.500 W2,7 kWh29 kg230 V / 16 A · einphasig
P25 + P25-D25.000 W5,4 kWh≈60 kg230 V · einphasig · Ausgang AC230V/20A
P25 + P25-D37.500 W8,1 kWh≈90 kg230 V · einphasig · Ausgang AC230V/30A
P25 + P25-T37.500 W8,1 kWh≈90 kg400 V · Drehstrom · Ausgang AC400V/10A
  • P25

    Einheiten
    1
    Nennleistung
    2.500 W
    Nutzbare Kapazität
    2,7 kWh
    Gewicht
    29 kg
    Ausgang
    230 V / 16 A · einphasig
  • P25 + P25-D

    Einheiten
    2
    Nennleistung
    5.000 W
    Nutzbare Kapazität
    5,4 kWh
    Gewicht
    ≈60 kg
    Ausgang
    230 V · einphasig · Ausgang AC230V/20A
  • P25 + P25-D

    Einheiten
    3
    Nennleistung
    7.500 W
    Nutzbare Kapazität
    8,1 kWh
    Gewicht
    ≈90 kg
    Ausgang
    230 V · einphasig · Ausgang AC230V/30A
  • P25 + P25-T

    Einheiten
    3
    Nennleistung
    7.500 W
    Nutzbare Kapazität
    8,1 kWh
    Gewicht
    ≈90 kg
    Ausgang
    400 V · Drehstrom · Ausgang AC400V/10A

Verkabelung

Das Parallel-Verteilermodul stellt je Batterieeinheit ein Eingangspaar bereit — einen Leistungs- und einen Dateneingang — und speist die Last über einen einzigen Ausgang.

  • P25-D2 × P25P25 1P25 2AC230V/20A
    AC230V/20AZwei P25-Einheiten, 230 V einphasig.
  • P25-D3 × P25P25 1P25 2P25 3AC230V/30A
    AC230V/30ADrei P25-Einheiten, 230 V einphasig.
  • P25-T3 × P25P25 1P25 2P25 3AC400V/10A
    AC400V/10ADrei 230-V-P25-Geräte parallel ergeben 400 V Drehstrom — alle drei nötig, sonst fehlt eine Phase.

So wird die Parallelschaltung verdrahtet

  1. Jede P25 führt ein Leistungskabel und ein Datenkabel zu ihrem eigenen Eingangspaar am Verteilermodul.
  2. Das Verteilermodul hat drei Eingangspaare (L1 / L2 / L3) — ein Paar pro Batterieeinheit.
  3. Nur der Ausgang des Verteilermoduls speist die Last. Batterieeinheiten werden nie direkt an die Last angeschlossen.
  4. Jede Einheit behält ihre eigene Schutzeinrichtung; keine Einheit speist eine andere zurück.

Drei Konfigurationen, eine Plattform

Start mit einer Einheit — weitere kommen parallel dazu, sobald die Last es verlangt. Alle Konfigurationen nutzen dieselbe Batterieeinheit und dasselbe Verteilermodul.

  • Hitama P25 tragbare industrielle Batterie-Powerstation, Dreiviertelansicht auf Weiß

    P25

    Die Kerneinheit. Eine lüfterlose, selbstkühlende 230-V-Stromversorgung, die den Verbrennungsgenerator auf der Baustelle ersetzt — kein Abgas, kein Leerlaufgeräusch, kein Tankstopp.

    Hauptmerkmale

    Nennleistung
    2.500 W
    Spitzenleistung
    5.000 W (≤10 s)
    Nutzbare Kapazität
    2,7 kWh
    Ausgang
    230 V · 16 A
    Schutzart
    IP54
    Gewicht
    29 kg
    Angebot anfordern
  • Hitama P25-D: two P25 units with the distribution unit hooked onto the frame

    P25 + P25-D

    Zwei oder drei Einheiten über das Verteilermodul parallel geschaltet für 230-V-Einphasenlasten. Leistung und Kapazität addieren sich — mit zwei anfangen, bei Bedarf ein drittes dazu.

    Hauptmerkmale

    Einheiten
    1–3 × P25
    Nennleistung
    2.500–7.500 W
    Spitzenleistung
    5.000–15.000 W (≤10 s)
    Nutzbare Kapazität
    2,7–8,1 kWh
    Ausgang
    AC230V · 20–30 A
    Angebot anfordern
  • Hitama P25-T: three P25 units with the distribution unit hooked onto the frame

    P25 + P25-T

    Drei 230-V-P25-Geräte parallel ergeben den 400-V-Drehstrom für Werkzeuge, die einphasig nicht laufen. Alle drei sind nötig — fehlt eines, verliert das System eine Phase. Von Hand getragen und aufgebaut: kein Kran, kein Hebezeug.

    Hauptmerkmale

    Einheiten
    3 × 230V P25
    Nennleistung
    7.500 W
    Spitzenleistung
    15.000 W (≤10 s)
    Nutzbare Kapazität
    8,1 kWh
    Ausgang
    AC400V · 10 A Drehstrom
    Angebot anfordern

Funktionen im Überblick

Jedes Bauteil am realen Gerät nummeriert — dieselbe Reihenfolge wie die Schaltpläne oben.

P25 — die Arbeitsmaschine

HITAMA P25 Baustromaggregat, vordere Portfläche: AC-Ausgang, AC-Ladeeingang, Hauptschalter, Batteriestand, USB-C, Solareingang, Parallel-Leistungs- und Datenbuchsen12345678
Portfläche
  1. AC-Ausgang · 230 V / 16 ASchleifer und Schweißgeräte direkt anschließen.
  2. AC-LadeeingangAns Netz, über Nacht voll.
  3. HauptschalterEin Dreh — die Anlage läuft.
  4. BatteriestandSechs LEDs, auf einen Blick.
  5. USB-CHandy und Laptop bleiben geladen.
  6. SolareingangPanel an — Ladung läuft weiter.
  7. Parallel-LeistungsbuchseLeitung zur P25-D / P25-T Box.
  8. Parallel-DatenbuchseDatenleitung — die Einheiten bleiben synchron.
HITAMA P25 Baustromaggregat, Dreiviertelansicht: Tragegriff, IP54-Gehäuse, 2,7-kWh-Akkukörper123
Gehäuse
  1. Tragegriff29 kg — von Hand zur Last getragen.
  2. IP54-GehäuseStaubgeschützt, strahlwassergeschützt.
  3. 2,7 kWh AkkuNutzkapazität pro Einheit, ventilatorlos.

P25-D — 230-V-Parallelschrank

HITAMA P25-D Parallelverteilbox, Vorderseite: Aufhängehaken, AC230V-30A-Ausgang, Sicherungsfenster, sechs Paralleleingänge1234567891011
Vorderseite
  1. AufhängehakenP25-Einheiten an die Box hängen.
  2. BoxParallelbox — startklar.
  3. Parallel-Ausgang · AC230V-30ADie einzige Zufuhr zur Last.
  4. AuflageHält die Box an ihrem Platz.
  5. SchutzbereichSicherungen hinter dem Fenster, Status im Blick.
  6. Parallels 1 EingangP25 Nr.1 Leitung — AC230V-10A.
  7. Parallels 1 DatenP25 Nr.1 Datenleitung.
  8. Parallels 2 EingangP25 Nr.2 Leitung — AC230V-10A.
  9. Parallels 2 DatenP25 Nr.2 Datenleitung.
  10. Parallels 3 EingangP25 Nr.3 Leitung — AC230V-10A.
  11. Parallels 3 DatenP25 Nr.3 Datenleitung.

P25-T — 400-V-Dreiphasen-Box

HITAMA P25-T Dreiphasen-Parallelbox, Vorderseite: Aufhängehaken, AC400V-10A-Ausgang, Sicherungsfenster, sechs Paralleleingänge1234567891011
Vorderseite
  1. AufhängehakenP25-Einheiten an die Box hängen.
  2. BoxDreiphasen-Box — startklar.
  3. Parallel-Ausgang · AC400V-10ADreiphasig — die einzige Zufuhr zur Last.
  4. AuflageHält die Box an ihrem Platz.
  5. SchutzbereichSicherungen hinter dem Fenster, Status im Blick.
  6. Parallels 1 Eingang · L1P25 Nr.1 Leitung — AC230V-10A.
  7. Parallels 1 DatenP25 Nr.1 Datenleitung.
  8. Parallels 2 Eingang · L2P25 Nr.2 Leitung — AC230V-10A.
  9. Parallels 2 DatenP25 Nr.2 Datenleitung.
  10. Parallels 3 Eingang · L3P25 Nr.3 Leitung — AC230V-10A.
  11. Parallels 3 DatenP25 Nr.3 Datenleitung.

Optionales Zubehör

Die Sonne ins Feld. Ein 400-W-Faltmodul am Solareingang der P25 — vor Ort laden, ohne Netz. Zwei Module parallel: 800 W in die Station.

Hitama 400-W-Faltsolarmodul für die P25, ausgeklapptes Vier-Sektionen-Modul und gefaltete Tasche mit orangem Griff, 3-m-MC4-Kabel

Optional

Faltbares Solarmodul 400 W

Ein Modul, 400 W. Faltbar, handlich, an den Solareingang der P25. Bis zu zwei Module parallel — 800 W laden die Station zusammen.

Max. Leistung (Pmax)
400 W
Leistungsspannung (Vmp)
72 V
Leistungsstrom (Imp)
5,56 A
Leerlaufspannung (Voc)
86,4 V
Kurzschlussstrom (Isc)
5,89 A
Max. Systemspannung
1000 V
Stecker
MC4
Rahmen
ETFE
Schutzart
IP54
Gewicht
9,1 kg
Maße, gefaltet
612 × 590 × 50 mm
Maße, ausgeklappt
2230 × 590 × 25 mm
Temperaturbereich
-40 °C bis +70 °C
Im Lieferumfang
3-m-Verbindungskabel
Angebot anfordern

Was wir für eine belastbare Antwort brauchen

  • Konfiguration: welche Leistungsklasse, ob 400 V Drehstrom gebraucht wird und welches Zubehör mitgeliefert werden soll.
  • Markt und Sprache: in welchem Land verkauft wird und in welcher Sprache Verpackung, Bezeichnung und Unterlagen erscheinen sollen.
  • Stückzahl und Zieltermin: nicht als Verhandlungspunkt, sondern damit wir Aufwand und Machbarkeit einordnen können.
  • Vertriebsweg: ob Sie als Großhändler, Fachhändler oder Mietpark auftreten. Davon hängt ab, welche Unterlagen und welche Rolle bei Auslegungsfragen sinnvoll sind.

Warum eine Fabrik statt Zwischenhandel — und wo die Grenze liegt

  • Wir bauen die Geräte selbst. Änderungen an Konfiguration, Ausstattung und Bezeichnung sind damit Engineering-Themen und keine Sourcing-Fragen, die über drei Stationen laufen.
  • Die technischen Angaben stammen aus einer Quelle: dem Datenblatt des Herstellers. Bei Zwischenhandel entstehen Abweichungen zwischen Katalog, Verpackung und tatsächlichem Gerät — und die fallen beim Endkunden auf, nicht beim Lieferanten.
  • Für Wiederverkäufer zählt Planbarkeit: gleiche Konfiguration, gleiche Bezeichnung, gleiche Unterlagen über die Serie hinweg. Das ist der Punkt, an dem ein Sortiment tragfähig wird.
  • Die Grenze: Wir sind kein Distributor mit Lagerware in Europa. Wer kurzfristig Einzelstücke aus einem lokalen Lager braucht, ist beim Großhändler besser aufgehoben als bei der Fabrik.
  • Die zweite Grenze: Anpassung kostet Werkzeug und Vorlauf. Wer eine eigene Konfiguration will, muss bereit sein, sie als Projekt zu behandeln — inklusive Musterphase und Freigabe.
  • Und die dritte: Preise und Mindestmengen stehen nicht auf dieser Seite. Sie hängen an Konfiguration, Stückzahl und Zielmarkt und gehören in ein Angebot, nicht in eine Produktseite.

Datenblatt und Anfrage

Alle technischen Angaben auf dieser Seite sind Herstellerangaben, keine Messwerte; die vollständigen Daten stehen im Datenblatt. Für eine belastbare Antwort genügen vier Angaben: Konfiguration, Markt mit Sprache, Stückzahl und Vertriebsweg. Wer diese vier nennt, bekommt eine Einschätzung zu Machbarkeit und Aufwand statt einer allgemeinen Broschüre.

Häufige Fragen

Die Fragen, die Einkäufer vor der ersten Bestellung wirklich stellen — beantwortet mit Zahlen aus unseren Datenblättern, nicht aus dem Prospekt.

Ab welcher Stückzahl lohnt sich eine Eigenmarke?

Eine pauschale Stückzahl nennen wir nicht, weil sie vom Umfang der Anpassung abhängt: Logodruck auf dem bestehenden Gerät ist etwas anderes als eigene Verpackung, eigene Bezeichnung und abweichende Ausstattung. Für die Einschätzung brauchen wir Konfiguration, Umfang der Anpassung und Zielmarkt.

Welche Angaben braucht eine Anfrage?

Vier: die gewünschte Konfiguration mit Leistungsklasse und Spannung, den Zielmarkt mit Sprache für Verpackung und Unterlagen, die Stückzahl und den Vertriebsweg — Großhandel, Fachhandel oder Mietpark. Mit diesen vier lässt sich Machbarkeit und Aufwand einordnen.

Können wir unser Logo aufbringen?

Ja, Logodruck ist möglich. Ob er auf dem bestehenden Gehäuse umsetzbar ist oder eine Anpassung braucht, hängt von Fläche, Farbe und Stückzahl ab. Wir prüfen das vor einer Zusage und sagen, was dafür nötig ist.

Welche Spannung ist für welchen Markt sinnvoll?

230 V mit 16 A deckt den üblichen Werkzeugpark und ist der Einstieg. 400 V Drehstrom braucht man dort, wo Anlagen ohne drei Phasen nicht starten — etwa größere Schweißgeräte oder Verteiler mit Drehstromabgang. Die Spannung folgt dem Kunden, nicht dem Sortiment.

Was unterscheidet OEM von ODM?

Beim OEM kommt die Spezifikation vom Kunden und wir fertigen danach. Beim ODM entwickeln wir die Konfiguration mit und der Kunde vertreibt sie unter eigener Marke. Für den Aufwand ist der Unterschied erheblich: OEM setzt eine klare Spezifikation voraus, ODM beginnt bei der Auslegung.

Sind Preise und Mindestmengen verfügbar?

Nicht auf der Website. Beides hängt an Konfiguration, Stückzahl und Zielmarkt und wird im Angebot genannt. Wer eine Größenordnung braucht, sollte Konfiguration, Markt und Stückzahl nennen — dann lässt sich eine belastbare Einschätzung geben.