Worum es bei dieser Entscheidung geht
Wer als Vermieter oder Händler mobile Stromversorgung ins Sortiment nimmt, trifft nicht eine Produktentscheidung, sondern eine Flottenentscheidung. Der Unterschied ist erheblich:
- Ein Einzelkunde entscheidet über ein Gerät für einen Einsatz.
- Eine Flotte muss viele Einsätze mit wechselnden Bedienern, wechselnden Umgebungen und wechselnden Rückgabezeitpunkten abdecken.
Die meisten Produktdatenblätter sind für den ersten Fall geschrieben. Diese Checkliste ist für den zweiten.
Teil 1 — Auslegung der Flotte
Wie viele Basisgeräte, wie viele Erweiterungen?
Wenn Ihr Mietpark mit einer Leistungsklasse arbeitet, wächst die Flotte an den Rändern falsch: zu klein für große Abschnitte, überdimensioniert und ungenutzt für kleine.
Prüfen Sie deshalb, ob die Geräte parallel koppelbar sind. HITAMA-Geräte der P25-Serie sind es: 2.500 W einzeln, 5.000 W mit P25-D, 7.500 W als Drehstrom 400 V mit P25-T — bei 230 V / 16 A und 29 kg pro Einheit.
Für einen Mietpark entstehen daraus drei Vorteile, die sich direkt in der Auslastung zeigen:
1. Eine Baureihe statt drei — Schulung, Ersatzteile und Lagerhaltung bleiben überschaubar.
2. Skalierung am Mietobjekt — der Kunde bekommt zwei oder drei Einheiten, wenn der Abschnitt es verlangt.
3. Handtransport bleibt möglich — 29 kg pro Einheit bedeutet, dass keine Transportmaschine für den Aufbau organisiert werden muss. Das ist auf vermieteten Baustellen oft der Unterschied zwischen „wird eingesetzt" und „steht im Container".
Was passiert beim Ausfall einer Einheit?
Bei einem monolithischen Großgerät ist ein Ausfall ein Totalausfall. Bei einer koppelbaren Reihe bleibt der Einsatz arbeitsfähig, und nur die betroffene Einheit geht in die Werkstatt. Prüfen Sie diese Frage, bevor Sie dimensionieren — sie ist im Schadensfall nicht mehr gestaltbar.
Teil 2 — Betriebstauglichkeit im Mietsatz
| Anforderung | Warum sie im Verleih anders wiegt | Frage an den Anbieter |
|---|---|---|
| Verhalten bei Staub und Feuchte | Mietgeräte sehen mehr Baustellen als Eigengeräte | Welche Schutzart, und wie wird gekühlt? |
| Wartungsarme Konstruktion | Wartung hängt von wechselnden Bedienern ab | Gibt es bewegte Teile im Kühlkreislauf? |
| Ersatzteilversorgung | Ein Standgerät verdient nichts | Welche Teile sind Verbrauchsmaterial, und wie schnell sind sie verfügbar? |
| Handhabbarkeit | Auf- und Abbauzeit ist unbezahlte Zeit | Gewicht pro Einheit, Griffe, Aufstellfläche |
| Anschlussvielfalt | Ein Gerät muss für viele Gerätetypen passen | 230 V einphasig, 400 V dreiphasig, Anzahl der Ausgänge |
| Skalierbarkeit | Ein kleiner Abschnitt darf keine große Anlage binden | Koppelbar? Bis zu welcher Gesamtleistung? |
Teil 3 — Die sechs Punkte, die vor jeder Bestellung schriftlich vorliegen sollten
Diese Liste ist bewusst herstellerneutral. Lassen Sie sie sich von jedem Anbieter beantworten — auch von uns.
1. Nennleistung und Spitzenleistung, getrennt, mit der Dauer der Spitzenleistung in Sekunden. „Kurzzeitig" ist keine Angabe.
2. Nutzbare Energie bei benannter Entladetiefe. Bruttokapazität ohne Entladetiefe sagt nichts über den Einsatz aus.
3. Konstruktion und Kühlung: lüfterlos über das Gehäuse oder aktiv mit Lufteinlass — und ob es einen Ansaugtrakt gibt, der sich zusetzen kann.
4. Ersatzteillogistik: welche Bauteile Verbrauchsmaterial sind, mit welcher Lieferzeit, und wer den Service in Ihrer Region übernimmt.
5. Gewicht, Maße und Aufstellfläche pro Einheit — plus, ob die Einheiten untereinander kombinierbar sind.
6. Dokumentation in deutscher Sprache: Bedienungsanleitung, Sicherheitshinweise und Angaben, die Ihre Mieter selbst lesen können.
Punkt 6 ist der, der im Verleih am häufigsten zu Reklamationen führt. Ein Gerät, dessen Sicherheitshinweise nur in einer Sprache vorliegen, die der Bediener nicht liest, erzeugt Haftungs- und Unfallrisiken, die mit dem Gerät nichts zu tun haben.
Teil 4 — Was Sie vor einer Sortimentsentscheidung selbst prüfen sollten
- Passung zur eigenen Mietstruktur: Kaufen Sie ein Gerät, das Ihre bestehenden Baustromverteiler ergänzt — oder eines, das einen zweiten Verteilertyp nach sich zieht?
- Wiederverkaufsfähigkeit: Lässt sich die Baureihe einzeln weiterverkaufen, oder nur als Komplettanlage?
- Auslastungsprognose: Welche Mietdauer erwarten Sie, und deckt die Energie der Einheit einen typischen Mietzeitraum ohne Nachladen ab?
Teil 5 — Ablauf einer belastbaren Entscheidung
Ein Vorgehen, das in der Praxis funktioniert:
1. Zwei typische Mietfälle aus Ihrer Vergangenheit auswählen — einen kleinen und einen mittleren.
2. Für beide ein Lastprofil erstellen (Gleichzeitigkeit, Anlaufströme, Einsatzdauer).
3. Beide Lastprofile je Anbieter als Auslegungsanfrage stellen, nicht als Preisanfrage.
4. Die Antworten auf die sechs Punkte aus Teil 3 nebeneinanderlegen.
5. Erst danach über Konditionen sprechen.
Schritt 3 ist der wichtigste: Eine Auslegungsanfrage zeigt Ihnen in einer einzigen Antwort, ob der Anbieter Ihre Anwendung versteht. Eine Preisanfrage zeigt Ihnen nur eine Zahl.
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Sie betreiben einen Mietpark oder ein Fachhandelsgeschäft und möchten eine Teststellung für zwei typische Mietfälle? Senden Sie uns Ihre Lastprofile — wir gehen die Auslegung mit Ihnen durch. Preise nennen wir auf Anfrage, weil die Konfiguration von Ihrem Mietportfolio abhängt.

